Blütenpollen


Herkunft


Die Bienen sammeln die Pollenkörner von den Staubbeuteln von über 2000 verschiedenen Pflanzen und Bäumen. Pollen sind die männlichen Samenzellen der Pflanzen. Sie enthalten alle Stoffe und genetische Informationen, die die Pflanze zur Vermehrung benötigt.

Die Bienen befeuchten den Pollen mit Nektar und Speichel und kneten kleine Kugeln, die sie an ihre Hinterbeinchen heften und zum Bienenstock bringen. Im Stock wird der Pollen mit Honig und Sekreten vermischt und in Zellen geschichtet eingelagert. Dort fermentiert er via Milchsäuregärung zu Bienenbrot/Perga. Wenn die Pollen das Mehl für die Bienen ist, dann kann man Bienenbrot quasi als ihr Brot sehen. Dieses brauchen die Bienen zur Ernährung ihrer Brut. Pollen sind für die Bienen von größter Wichtigkeit. Sie brauchen das Eiweiß zum Aufbau des Volkes. Durch einen Mangel an Pollen können die Bienen nicht genug Futtersaft für Ihre Larven bilden. Das Bienenvolk bleibt in der Entwicklung zurück oder geht ein.



Pollen - Inhaltsstoffe


Die wertvollen Nähr-und Heileigenschaften der Bienenpollen für den Organismus beruhen auf dem reichen Gehalt an lebenswichtigen Substanzen. (4 – Potschinkova 1999, S. 61)

Durch die große Vielfalt der Herkunftspflanzen gibt es auch eine große Variabilität der Inhaltsstoffe des Pollens. Diese Vielfalt ist ein großer Vorteil, wenn man Wert auf Diversität legt.(1- Dr. Stangaciu) So liegt meiner Meinung nach gerade in der Biodiversität der lebendigen und aktiven Bienenprodukte ihre Stärke. Unsere Körper sind intelligent und versuchen stets eine Balance zu finden. Gerade diese Vielfalt bewirkt Ausgeglichenheit, Stabilität und Balance. Einseitigkeit jedweder Art hat i.d.R eine Verschiebung des Gleichgewichts zur Folge.


Pollen enthalten sehr viele Eiweißstoffe. Schon 35 g pro Tag decken den Eiweißbedarf des Menschen. Die Menge der Eiweißstoffe übertrifft sogar die Proteingehalte von Getreidekulturen. Dasselbe gilt in Bezug auf Aminosäuren.(3- Potschinkova,1999, S.61)

Sie enthalten auch ein großes Spektrum an Aminosäuren (Eiweißbausteine) wie z.B. Tryptophan, Leuzin, Lysin, Hystidin, Arginin, Prolin, Valin, Theorin. Diese Aminosäuren schwanken mengenmäßig relativ stark.

Desweiteren enthalten sie Kohlenhydrate, Polysaccharide, Proteine, Zucker, Fettsäuren (u.a. Linol- Linolensäure), Fette u. Öle, Vitamin A,B,C,D, E, H,K, Folsäure, Rutin. Blütenpollen enthält alle bekannten Enzyme u. Koenzyme, Mineralstoffe (Eisen, Hormone, Kalzium) u. Spurenelemente, Pigmente, Bioflavonoide und Wasser.

Das Bienenbrot ist Pollen, der mittels Milchsäuregärung, Honig und Sekreten von den Bienen verarbeitet wurde. Es enthält mehr freie Aminosäuren, Vitamin K, Folsäure, weniger Kohlenhydrate, mehr leicht verdauliches Eiweißstoffe. Es ist wesentlich leichter verdaulich, da die harten Pollenkerne durch die Milchsäuregärung aufgespalten wurden. Dadurch wird der Pollen „weicher“ und die Inhaltstoffe können leichter vom Körper aufgenommen werden. Bienenbrot ist deshalb ca. 3 x nahrhafter als Pollenkörner.(1.- Dr. Stangaciu)


 

Merkmale des Pollens


Getrocknete Pollenkörner sind fest und nicht bröckelig. Ihr Geschmack reicht von sauer, süß, bitter, aromatisch, intensiv und enthält fast alle lebensnotwendigen Nährstoffe, die eine große Variabilität durch verschiedene Zusammensetzung, je nach Herkunft, aufweisen.

Neben den allgemeinen Eigenschaften des Pollens, kann Pollen auch spezifische Eigenschaften aufweisen, wenn dieser von einer bestimmten Pflanzen- oder Baumart stammt.

 


Pharmakologische Eigenschaften des Pollens


Durch seine hohe Nährstoffdichte hat er viele direkte und indirekte Wirkungen.

Pollen sind ein Allergen und wirken stimmulierend auf das Immunsystem. Sie werden daher auch als Antiallergikum zur Hyposensibilisierung bei Pollenallergien und Stärkung des Immunsystems eingesetzt.

Seine Bioflavonoide haben eine antibakterielle Wirkung, wobei seine antibiotische Wirkung um vieles größer ist.

Die Kompaktheit der Nährstoffe macht ihn zu einem ausgezeichneten, hochwertigen Mittel, um die Ernährung und Funktion aller Körpermuskeln zu verbessern. Er stärkt den Körper, wirkt antioxidativ und anabolisch. Das macht ihn auch zu einem ausgezeichneten diätetischen Lebensmittel.

Die Einnahme von Pollen steigert das Proteinniveau des Blutes und des Körpers. Er verbessert die Fließfähigkeit des Blutes, des Hämoglobins und die Blutzirkulation und stimuliert die Produktion der roten Blutkörperchen. Er enthält alle notwendigen Substanzen für die Zellregeneration (Eisen). Dadurch werden Blutungen und Mikroblutungen verringert und seltener. Er macht die Innenwände der Blut-und Kapillargefäße und Venen weicher und flexibler. Blutfette werden verringert und der Arteriosklerose entgegengewirkt, der Blutdruck sinkt. Er nährt den Herzmuskel und seine Nerven. Ein gesundes Herz kann Blutdruckschwankungen besser ausgleichen.

Pollen ist das beste Lebensmittel für die Leber. Er nährt sie, so daß sie die benötigten Stoffe selbst bilden und ihrer Funktion der Entgiftung besser nachkommen kann, verbessert die Vitamin-C-Speicherung, wirkt cholesterinsenkend und entgiftend.

Im Magen-Darm-System ernährt der Pollen die Flora, die Schleimhäute und Muskeln.

Durch das gesteigerte Proteinniveau im Blut wird Wasser aus den Geweben wieder zurück in den Blutstrom befördert und so Ödeme zum Abschwellen gebracht. Der Pollen wirkt harntreibend und die Funktion der Prostata wird verbessert.

Da er alle Aminosäuren enthält, die vom Nervensystem benötigt werden, erhält der Körper die notwendigen Stoffe, um seine eigenen natürlichen Antidepressiva, z.B. Endorphine herzustellen. So wirkt er antidepressiv, euphorisierend und aphrodisierend.(1- Dr. Stangaciu)



Pollen – Gegenanzeigen


Pollen sind ein Allergen und können Allergien der Atemwege auslösen. Daher sollte eine Behandlung vom Arzt sehr behutsam, beginnend mit winzigen Mengen zur Desensibiliesierung erfolgen und nicht im akuten Stadium.

Insbesondere insulinabhängige Diabetiker sollten Pollen nicht in großen Mengen einnehmen, da sie je nach Pflanzenherkunft eine große Menge an Kohlenhydraten enthalten können.

Bei Einnahme von rohen Pollen in zu großen Mengen sind Allergien des Verdauungssystems möglich. Der Grund dafür sind die harten Schalen der Pollenkörner und ihren Mikronadeln darauf. Sie sind vergleichbar mit harten Nußschalen. In diesem Fall kann man versuchen, ob das weiche Bienenbrot hier verdaulicher ist. Bei schweren Krankheiten des Magens- und Verdauungssystems sollte man jedoch davon absehen.

Bienenbrot hat weniger Kontraindikationen und ist besser verträglich. Es ist weicher als der “raue“Pollen und reizt die Schleimhaut des Verdauungssystems weniger. Dennoch sollte man Vorsicht walten lassen bei Allergikern, Diabetikern und bei schweren Krankheiten des Verdauungssystems. (1- Dr. Stangaciu)


Bienenprodukte sind auch Allergene und können im Einzelfall allergische Reaktionen auslösen (insbesondere Bienengift). Daher sollte der Rat eines fachkundigen Arztes eingeholtwerden, der eine qualifizierte Diagnose stellen und Behandlungsempfehlungen treffen kann.

Die auf dieser Webseite gegebenen Informationen dienen ausschließlich zur Information und Wissenserweiterung. Sie sind kein Aufruf oder Anleitung zur Selbstmedikation und Selbstbehandlung. Sie dürfen nicht zur Eigendiagnose und/oder Eigenmedikation verwendet werden.


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